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Das Alte Schloss geht auf eine einfache Wasserburg des Grafen Ulrich I. aus dem 13. Jahrhundert zurück. Im 14. Jahrhundert verlegten die Grafen von Württemberg ihren Stammsitz vom Rotenberg nach Stuttgart und die Burg wurde den neuen Erfordernissen angepasst, so entstand um 1325 der Dürnitzbau. 1495 wurde Graf Eberhard im Bart erster Herzog von Württemberg und machte Stuttgart zur Residenz, aber erst unter Herzog Christoph von Württemberg verwandelte die Burg 1550-1568 in ein Schloss. Eine Vierflügelanlage mit arkadengeschmücktem Innenhof und einer Reitertreppe, mit der man zu Pferd die oberen Stockwerke erreichen konnte entstand unter den Baumeistern Aberlin Tretsch und Blasius Berwart. Der Innenhof zählt seitdem zu einem Glanzstück der Renaissance-Baukunst und gilt unter Fachleuten als einer der schönsten seiner Art. 1562 wurde die evangelische Schlosskirche eingeweiht (heute der einzige originale Raum). Trotz der vielen Umbauten im Inneren, behielt das Schloss von aussen seinen mittelalterlichen Charakter. 1746 wurde unter Herzog Carl Eugen das Neue Schloß in unmittelbarer Nachbarschaft erbaut und damit verlor das Alte Schloss seine Bedeutung. In ihm wurden jetzt Hofbeamte und im 19. Jahrhundert die königliche Altertümersammlung untergebracht. Im 18. Jahrhundert beseitigte man die bis dahin bestehenden Wassergräben. Nach der teilweisen Trockenlegung dienten sie als Bärenzwinger und Damhirschhaltung. Das Schloss konnte man über vier Brücken erreichen. 1777 wurden die Gräben endgültig aufge schüttet und die Brücken abgerissen. Im Dezember 1931 zerstörte ein Brand 2 Türme und den Dürnitzbau. Die Reparaturen waren noch nicht beendet, als 1944 das Gebäude schwere Schäden durch einen Bombenangriff erlitt. 1946-1962 wurde die ganze Anlage unter Paul Schmitthenner wieder aufgebaut. Seit 1948 ist das württembergische Landes- museum im Alten Schloss beherbergt.
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