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Oscar Heiler (Häberle) *23.11.1906, Stuttgart +09.04.1995, Stuttgart
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Willy (Rudolf Wilhelm) Reichert (Pfleiderer) *30.08.1896, Stuttgart +08.12.1973 Grassau (Chiemgau)
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Willy Reichert lernte zunächst Zuckertechniker, bevor er 1920 bei Max Bing am Stuttgarter Staats- theater Schauspielunterricht nahm. 1933 übernimmt er die künstlerische Leitung des Friedrichsbau- Theaters in Stuttgart. Er ist auf allen Bühnen zu Hause, später wird er durch das Fernsehen weit über Württemberg hinaus bekannt und ist die Verkörperung des Schwabens schlechthin. Ihm selber ist die "Schwabinisierung" seiner Person zuviel, weshalb er sich in seinem Privatleben schon früh nach Bayen zurückzieht. Oscar Heiler absolviert eine Buchhändlerlehre und wird dann Schauspieler am Kleinen Haus in Stuttgart. Bei einem Unfall während einer Bühnenprobe verliert er 1930 sein rechtes Bein und muss fortan eine Prothese tragen. Nach dem 2. Weltkrieg setzt sich Heilers Karriere hauptsächlich im Rundfunk und Fernsehen fort. Heiler wohnt Zeit seines Lebens in Stuttgart. Reichert und Heiler entwickelten zusammen die Figuren "Häberle & Pfleiderer". 1932 wurde der erste Sketch am Stuttgarter Varieté "Excelsior" aufgeführt. Heiler hatte den Sketch "Die Friedenskonferenz" aus dem Jiddischen übertragen und musste die Rolle des Häberle übernehmen, da der eigentlich vor- gesehene Schauspieler kurzfristig ausfiel. Damit war der Anfang einer über 40jährigen Zusammenarbeit gelegt, die bis zum Tode Reicherts 1973 anhielt. Mehr als 100 Häberle & Pfleiderer Sketche spielten die beiden zusammen. Übrigens: beruflich schätzten sich Reichert und Heiler, privat konnten sie sich nicht sonderlich leiden.
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