rudolf knosp

 

Rudolf Knosp wurde am 26. März 1820 in Ludwigsburg geboren und starb 1897
in Stuttgart. Der Sohn eines königlichen Kammerdieners gründete 1845 eine kleine
Farbenfabrik in Cannstatt, die er 1846 nach Stuttgart in die Rotebühlstrasse ver-
legte. Durch neue Fabrikationsmethoden erlangte die Firma in kurzer Zeit eine
führende Stellung in der Teerfarbenproduktion. Aus marktstrategischen Gründen
vereinigte er seine Firma mit der von Gustav Sieglel und 1873 mit der “Badischen
Anilin- und Sodafabrik” (BASF). Die Knosp’sche Fabrik kann somit als eine Keimzelle
des Weltkonzerns BASF angesehen werden. Nach der Firmenvereinigung war Knosp
24 Jahre lang, bis zu seinem Tode, Aufsichtsratsvorsitzender der BASF. Knosp ist
einer der Pioniere der Industrialisierung in Stuttgart. Neben politischen Ämtern (für
die württembergische Volkspartei), war er auch Gründer der Württembergischen
Hypothekenbank. Mit einer Stiftung von 2 Millionen Goldmark, ermöglichte er den
Bau des Rudolph-Sophien-Stifts ein “Rekonvaleszenten-Spital”, das heute noch als
gemeinnützige GmbH “Rehabilitationszentrum Rudolf-Sophien-Stift” existiert und
mit seinem Namen an den Stifter und dessen Frau erinnert.

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