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Am 30. Oktober 1929 wird die Stuttgarter Standseilbahn in Betrieb genommen. Sie ersetzt den Busverkehr zum 1914 eröffneten Waldfriedhof und transportiert in den ersten Jahren ganze Trauergemeinden inklusive Kränzen und den Verblichenen. Bei einer Standseilbahn fahren die Wagen auf Schienen und sind mit einem Seil verbunden, im Gegen- satz zu Seilbahnen im Gebirge, deren Kabinen an einem ständig rotierenden Seil hängen. Der Antrieb einer Standseilbahn befindet sich nicht im Wagen, sondern in der Bergstation.
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Simpel gesprochen zieht der talwärts fahrende Wagen den bergwärts fahrenden hinauf, der Antrieb muss theoretisch nur die unterschiedlichen Gewichte ausgleichen. Standseilbahnen wurden bereits im Mittelalter in Bergwerken verwendet. Ab 1860 entstehen in Europa die ersten dieser Seilbahnen zur Personenbeförderung. In Deutschland gibt es 12 Standseilbahnen, 7 in Baden-Württemberg: die Stuttgarter Bahn, Baden-Baden (Merkurbahn), Bad Wildberg (Sommerbergbahn), Heidelberg (Molkenkurbahn), Karlsruhe-Durlach (Turmbergbahn), Künzelsau (Bergbahn), 5 in andern Bundesländern: Augustusburg, Bad Ems, Dresden, Oberweißbach, Wiesbaden (gemeint sind hier die “klassischen” Standseilbahnen mit 2 Wagen.
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Nach dem schweren Unglück der Gletscherbahn in Kaprun am 11. November 2000, werden neue internationale Sicherheitsvorschriften für Seilbahnen erlassen. Die damit verbundenen Kosten stellen den Fortbestand der Stuttgarter Bahn in Frage. Eine Stilllegung wird erwogen. Nur dem Protest der Stuttgarter Bürger und der Stuttgarter Presse ist es zu verdanken, dass dieses technische Kulturdenkmal erhalten wurde. Vom 2. November 2003 an, wird die Bahn sanft modernisiert und den aktuellen Sicherheitsbestimmungen angepasst. Am 24. Juli 2004, rechtzeitig zum 75-jährigen Jubiläum am 30. Oktober 2004 wird die Bahn mit einem kleinen Fest wieder in Betrieb genommen (mit einer Betriebserlaubnis für die näxten 30 Jahre).
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