waisenhaus (ehemaliges)

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1705 sollte auf diesem ehemaligen Tanz-, Spiel- und herrschaftlichen Holzplatz vor der Stadtmauer, eine
Kaserne für 40 Mann der Leibgarde des Herzogs errichtet werden. Die Pläne waren von Philipp Josef Jentsch
und dem Baumeister Johann Ulrich Heim. Als die Residenz und somit auch die Leibgarde nach Ludwigsburg
verlegt wurde, baute man die angefangene Kaserne als Waisenhaus fertig. 1712 zogen die ersten 12 Waisen
ein. Von den ersten 500 aufgenommenen Kindern starben 120. Dennoch wurde aus dieser grässlichen Anstalt
im Laufe der näxten 200 Jahre eine recht angesehene Schule, die auch von Bürgerkindern besucht wurde.
1922 wurde das Waisenhaus nach Ellwangen verlegt und der grösste Teil der Anlage wurde abgebrochen.
1924 erfolgte ein Umbau durch Paul Schmitthenner für das Deutsche-Auslands-Institut, wobei die Grundform
und Teile des Gebäudes (die unteren 2 Stockwerke) erhalten wurden. Noch heute wird ein Teil des Komplexes
vom Institut für Auslandsbeziehungen genutzt, in den übrigen Gebäuden finden sich Läden, Restaurants und Verwaltung.

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